Abteilung körperliche und motorische Entwicklung (kmE)

Die Frida-Kahlo-Schule unterrichtet Schüler:innen im Bildungsgang geistige Entwicklung. Die Abteilung körperlich-motorische Entwicklung bezieht jene Schüler:innen mit ein, die zusätzliche Beeinträchtigungen im körperlich-motorischen Bereich haben.

Diese zusätzlichen Beeinträchtigungen bedingen einen anderen pädagogischen Blick, um eine Teilhabe am Unterricht zu ermöglichen.

Worauf achten wir an der FKS?

Positionieren, Lagern und Heben (Transfer)


Veränderte Sitz- oder Liegepositionen im Unterricht dienen zum Einen der Vermeidung schmerzhafter Bewegungseinschränkungen und Hautschädigungen durch Druckstellen, zum Anderen verbessern sie die Kreislauf- und Atmungsfunktionen. Häufig sind mehrmals täglich Positions- und Lagerungswechsel erforderlich.

Entwicklung von Raumkonzepten

 

Die Einbeziehung von benötigten und personalisierten Hilfsmitteln (wie u.a. Lagerungsmöglichkeiten, Pflegebetten, Gehhilfen, Rollstühle etc.) erfordern individuelle Raumkonzepte, um die betroffenen Personen an Bildungs- und Unterrichtsangeboten teilhaben zu lassen. Unsere Schule verfügt zudem über speziell ausgestattete Wahrnehmungsbereiche (mit u.a. Klangwiege, Leuchtketten, Lichtersäulen und wahrnehmungsfördernden Materialien), in denen die Menge und die Intensität der Angebote speziell auf die jeweilige Person ausgerichtet werden können, so dass eine optimale Wahrnehmungsförderung möglich wird.

Abteilung kmE Trampolin
Abteilung kmE Sport

Größtmögliche Förderung im Bereich Selbstversorgung

 

a. Anreichen von Nahrung und Getränken
„Essen und Trinken“ ist bei Schüler:innen mit einer körperlichen Einschränkung häufig nicht selbstverständlich und benötigt eine professionelle Hilfestellung, ein hohes Maß an Fachwissen, Empathie und natürlich Zeit.

b. Aspekte der körpernahen Förderung
Dieser Bereich umfasst die Einbindung und Förderung der größtmöglichen Selbsttätigkeit des/der betroffenen Schüler:in im gesamten Feld der Hygiene, so bspw. beim Wechseln der Inkontinenzmittel, beim Duschen/Pflegen, Umkleiden etc.

Individuelle Versorgung mit Hilfsmitteln

 

Die individuelle Versorgung mit Hilfsmitteln ist eine Grundvoraussetzung der (schulischen) Förderung. Die FKS arbeitet eng mit den Familien und den zuständigen Hilfsmittelfirmen zusammen.

Einbindung der überregionalen Beratungs-und Förderzentren für die Förderschwerpunkte Hören und Sehen

 

Die pädagogischen Mitarbeiter:innen der FKS werden von Förderschullehrer:innen der üBFZ Hören und Sehen unterstützt und beraten.
Hören: Johannes-Vatter-Schule, Friedberg.
Sehen: Johann-Peter-Schäfer-Schule, Friedberg.

Weiterbildungen für pädagogisches Personal und schulische Mitarbeiter:innen

 

Der professionelle Umgang („Handling“) der Bezugspersonen mit den betroffenen Schüler:innen wird sowohl im Hinblick auf die betroffene Person als auch die Bezugsperson in den Einrichtungen durch interne Veranstaltungen und durch die Zusammenarbeit mit schulischen/außerschulischen Therapeut:innen und/oder Hilfsmittelfirmen regelmäßig geschult.

Therapie in der Schule

Nach der „Verordnung über Unterricht, Erziehung und sonderpädagogische Förderung von Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen (VOSB)“ vom 15. Mai 2012 können außerschulische Einrichtungen – u.a. externe Therapieeinrichtungen – mit ihren ergänzenden Maßnahmen in die pädagogische Gesamtkonzeption eingebunden werden (§5, (4)).

Pädagogische und medizinisch-therapeutische Leistungen werden interdisziplinär zusammengeführt. So kann ein qualitativ weiterentwickeltes ganzheitliches und individuelles Förder- und Behandlungskonzept für behinderte und von Behinderung bedrohte Schüler:innen entstehen. Der Durchführung der Therapie stimmen die Eltern oder Erziehungsberechtigten, die Lehrkräfte, die Schulleitung und die Therapeut:innen einvernehmlich zu. Für die Dauer der Therapie werden die Schüler:innen vom Unterricht freigestellt.

Therapie in der Schule unterliegt der Maßgabe, dass ausreichende Kontakte und Informationsgespräche zwischen allen Beteiligten stattfinden.

Die HAGE – Hessische Arbeitsgemeinschaft für Gesundheitsförderung e. V. macht sich stark für die Gesundheitsförderung und Prävention in Hessen. Sie unterstützt Therapie in der Schule und bezuschusst die einzelnen Therapieeinheiten, um eine Vernetzung von Therapeut:innen – Lehrer:innen und Eltern voranzutreiben.

Die FKS arbeitet mit folgenden Praxen zusammen:

Physio- und Ergotherapie:
AKTIV Praxis für Physiotherapie
63546 Hammersbach
Leitung: Patrick Schmidt

Ergotherapie:
Praxis für Ergotherapie
63456 Hanau
Leitung: Miriam Stägert

Logopädie:
Wortpuzzle
63452 Hanau
Leitung: Laura Switala

über das Schulleben